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28.02.2012

EEG-Novelle

ZVEH: Offensiv-Aktion für marktverträgliche Änderungen
Schreiben an Bundestagsabgeordnete: „Überstürzte Maßnahmen gefährden Existenz der PV-Betriebe aus dem E-Handwerk“
Nach Bekanntwerden der jüngsten Pläne für die Novellierung des Erneuerbare Energiengesetzes (EEG) setzt sich der...

EEG-Novelle
Quelle: BSW-Solar

ZVEH: Offensiv-Aktion für marktverträgliche Änderungen

Schreiben an Bundestagsabgeordnete: „Überstürzte Maßnahmen gefährden Existenz der PV-Betriebe aus dem E-Handwerk“

Nach Bekanntwerden der jüngsten Pläne für die Novellierung des Erneuerbare Energiengesetzes (EEG) setzt sich der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), Frankfurt/Main, für eine faire Vergütung von Strom aus Photovoltaikanlagen und angemessene Übergangsfristen ein. „Mit den geplanten Kürzungen erreicht die Photovoltaik die Grenzen der Attraktivität. Die Energiewende und damit der Atomausstieg geraten in Gefahr“, sagt ZVEH-Hauptgeschäftsführer Ingolf Jakobi. Vor allem die zeitlichen Rahmenbedingungen für die Absenkung treffen die handwerklich mittelständisch geprägten E-Handwerksunternehmen hart. Der ZVEH setzt sich deshalb in einem Schreiben an Bundestagsabgeordnete und politische Entscheidungsträger dafür ein, eine angemessene Übergangsfrist bis zum Wirksamwerden der neuen EEG-Regelungen zu gewähren.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) haben sich am 23. Februar 2012 über den seit langem schwelenden Streit um die Novellierung des EEG geeinigt. Der Kompromiss sieht vor, dass die Neuordnung der Vergütung und die zusätzlichen Degressionsschritte bereits zum 9. März 2012 wirksam werden. Das BMU hat den ZVEH ausdrücklich darauf hingewiesen, dass auch Anlagen betroffen sein können, sie sich aktuell in der Planung oder im Bau befinden. Die Kürzungsmaßnahmen wirken sich massiv auf deren Wirtschaftlichkeitsberechnungen aus. Der ZVEH hat die Mitgliedsbetriebe der elektrohandwerklichen Organisation in einem aktuellen Informationspapier kurzfristig über die geplanten Maßnahmen in Kenntnis gesetzt.
 
Die E-Handwerksbetriebe haben das Material für Aufträge häufig bereits geordert und vorfinanziert. Schon jetzt haben sie damit zu kämpfen, dass die Kunden in großer Zahl Aufträge stornieren. Mit der fehlenden Übergangsfrist zur Abwicklung bestehender Aufträge nimmt die Politik existenzbedrohende Verluste für die E-Handwerksbetriebe in Kauf.


Der ZVEH weist auch auf die Protestaktionen des Bundesverbands Solarwirtschaft hin. Er veranstaltet am Montag, 5. März 2012, ab 13:00 Uhr eine Demonstration am Brandenburger Tor in Berlin. Weitere Information unter » www.solarwirtschaft.de


Zum Download:
» Informationsschreiben zur EEG-Reform
» ZVEH-Schreiben an Bundestagsabgeordnete und politische Entscheidungsträger
» ZVEH-Musterschreiben für die Landesverbände
» Anreiseplan zur Demonstration

PES

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