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18.10.2011

E-Handwerke: Sommer sorgte für Stimmungshoch, Herbst bringt leichte Abkühlung!

ZVEH-Konjunkturumfrage Herbst 2011
- Betriebe in Ost und West geben Geschäftsklima im zurückliegenden Halbjahr die besten Noten seit 1993
- Gute Beschäftigungslage, höhere Verkaufspreise und mehr Aufträge von privaten Haushalten...

ZVEH-Konjunkturumfrage Herbst 2011

  • Betriebe in Ost und West geben Geschäftsklima im zurückliegenden Halbjahr die besten Noten seit 1993

  • Gute Beschäftigungslage, höhere Verkaufspreise und mehr Aufträge von privaten Haushalten

Die elektro- und informationstechnischen Handwerksbetriebe in Deutschland sind mit der Geschäftsentwicklung im Sommer 2011 sehr zufrieden. Bei der Herbstkonjunkturumfrage* des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), Frankfurt/Main, stieg der Geschäftsklimaindex auf 74 Punkte – ein historischer Höchstwert. Auffallend ist, dass sich die Konjunktureinschätzung in Ost und West in den vergangenen Umfragen kontinuierlich nahezu angeglichen hat. Zugleich zeigt sich die Beschäftigten- und die Auftragsentwicklung in den westlichen Bundesländern aber immer noch besser.

Trotz der aktuellen Hochstimmung verlieren die Betriebe vor dem Hintergrund der Berichterstattung über die Finanzkrise nicht den Blick für die Realität: Der Index für die Perspektiven auf die künftige Geschäftsentwicklung ist gefallen, die Erwartungen an den Herbst und Winter sind leicht abgekühlt. Dies ist bei dem hohen Wert für die gegenwärtige Geschäftslage jedoch nicht verwunderlich. Bemerkenswert ist, dass dieser Index immer noch über dem Mittelwert liegt: 77 Prozent der Befragten sagen zwar, dass die Situation gleich bleiben werde, sich also nicht verbessert. Dennoch ist die Zahl derer, die eine Besserung erwarten (13 %) immer noch größer als die derjenigen, die sich auf eine Verschlechterung einstellen (10 %).

Auch bei der Beurteilung der Beschäftigtenlage wird sowohl die Vergangenheit als auch die Gegenwart (offene Stellen) und die Zukunft optimistisch beurteilt: Die positiven Meldungen überwiegen die negativen. Naturgemäß schätzen die Betriebe mit mehr Beschäftigten die Situation besser ein als die mit einer geringeren Mitarbeiterzahl. Auch die Aussichten auf die zukünftige Geschäftslage sind bei den Kleinstbetrieben wie üblich etwas schlechter als bei größeren Unternehmen. Noch scheint allerdings die Auftragslage sehr günstig: Mehr als jeder zweite Betrieb berichtet von einem Auftragspolster, das über einen Monat hinausreicht. Im Vergleich zum Herbst 2010 haben die Aufträge von Privatkunden spürbar zugenommen, aber auch die gewerbliche Wirtschaft  vergibt wieder mehr Aufträge. In den neuen Ländern haben Wohnungsbaugesellschaften und gewerbliche Auftraggeber einen höheren Stellenwert, in den alten Ländern private Kunden. Wenig neue Impulse kommen von der Öffentlichen Hand.

Preise gestiegen
Über drei Viertel der E-Handwerksbetriebe berichten, dass die Einkaufspreise gestiegen seien. Diese Preiserhöhungen wurden offensichtlich nur zum Teil weitergegeben, denn nur 30 Prozent melden, dass sie höhere Angebots- und Verkaufspreise am Markt durchsetzen konnten. Dazu passend melden 35 Prozent der Betriebe im Handwerksbereich, dass der Umsatz im vergangenen Halbjahr gestiegen ist. Der Handel tut sich traditionell etwas schwerer, hier sprechen nur 13 Prozent von einem besseren Umsatz.

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* Die Konjunkturumfrage wurde im Auftrag des ZVEH im September 2011 vom Volkswirtschaftlichen Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen durchgeführt.


Zum Download:
»
  Trendtabelle
»
  Entwicklung ZVEH-Geschäftsklimaindex - Zeitreihe

 

Mitteilung des ZVEH zu den Ergebnissen der Handwerkszählung durch das Statistische Bundesamt

Das Statistische Bundesamt hat jüngst die Ergebnisse der neuen Handwerkszählung veröffentlicht. Die Daten beziehen sich auf das Berichtsjahr 2008. Danach beschäftigten die elektro- und informationstechnischen Handwerksunternehmen in den Berufsgruppen Elektrotechniker, Informationstechniker und Elektromaschinenbauer im Jahr 2008 465.358 Mitarbeiter (Jahreswert 2008 alt: 319.100). Der Umsatz 2008 betrug 52,2 Milliarden Euro (Jahreswert 2008 alt: 34,1 Mrd. €). Die neue Zählung ergab, dass 2008 57.744 Unternehmen den E-Handwerken angehörten. Die Rollenstatistik der Handwerkskammern indes spiegelt die Zahl der Betriebsstätten, 2008 waren dies 76.158.

Die fortgeschriebenen Branchendaten für die elektro- und informationstechnischen Handwerke für das Jahr 2010 lauten jetzt:

Unternehmen: 57.053

Betriebe: 75.255

Beschäftigte (einschl. Auszubildende): 463.034

Umsatz: 53,8 Mrd. Euro

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